So findest du deine Zielgruppe als Fotografin

Und erreichst genau die Kund*innen, die wirklich zu dir passen

Wenn du mit dem Gedanken spielst, mit der Fotografie Geld zu verdienen und dir ein eigenes Fotografie-Business aufzubauen, taucht schnell eine entscheidende Frage auf: Wer ist eigentlich deine Zielgruppe?

Ich zeige dir in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie du als Fotografin deine Zielgruppe definierst, Wunschkund*innen erkennst und warum eine klare Zielgruppenanalyse so wichtig ist, wenn du ein erfolgreiches Fotografie-Business starten möchtest.

1. Was ist dein Schwerpunkt als Fotografin?

Bevor du deine Zielgruppe definieren kannst, musst du wissen, was du selbst anbietest und wofür du stehst.

Dein Leistungsangebot, deine Produkte, deine Fotografieart und dein persönlicher Stil bilden das Fundament deiner Markenidentität — und damit auch deiner Zielgruppe.

Auch dein Warum, deine Werte und deine Mission als Fotografin sind entscheidende Bausteine.

Nur wenn du zu 100 % hinter deinem Angebot stehst und klar weißt, für wen du fotografierst, kannst du Kund*innen anziehen, die sich von dir angesprochen fühlen.


2. Was macht deine Arbeit besonders?

Sag nicht nur: „Ich fotografiere Hochzeiten.“
Sondern frage dich:

  • Warum fotografierst du Hochzeiten?

  • Welche Art von Hochzeiten sprechen dich an?

  • Welche Paare möchtest du begleiten?

  • Was macht die Zusammenarbeit mit dir einmalig?

Je klarer deine Werte und deine Ausrichtung sind, desto klarer wird automatisch deine Zielgruppe.
Die meisten Fotografinnen möchten Kund*innen erreichen, die dieselben Werte teilen und auf einer Wellenlänge liegen.


3. Wem kannst du mit deiner Fotografie helfen?

Überlege dir:

  • Mit welchen Kund*innen möchtest du täglich zu tun haben?

  • Für welche Menschen kannst du mit deiner Art einen echten Mehrwert schaffen?

  • Welche Wünsche und Bedürfnisse haben deine Wunschkund*innen?

Fotografie ist etwas Persönliches und oft sogar Intimes.
Daher ist die menschliche Verbindung einer der wichtigsten Faktoren, wenn du deine Zielgruppe definierst.


4. Zielgruppenanalyse: Wie du als Fotografin deine Zielgruppe definierst

Eine fundierte Zielgruppenanalyse hilft dir, klare Entscheidungen im Marketing zu treffen. Sie besteht aus zwei Bereichen:

Demografische Merkmale

  • Alter

  • Geschlecht

  • Einkommen

  • Bildungsstand

  • Familienstand

  • Beruf

  • Wohnumfeld

Psychografische Merkmale

  • Interessen & Hobbys

  • Lebensstil

  • Werte

  • Meinungen

  • Wünsche & Bedürfnisse

  • Gründe, warum Fotos für sie wichtig sind

Demografische Daten zeigen äußere Rahmenbedingungen – psychografische Merkmale zeigen, wie Menschen denken, fühlen und Entscheidungen treffen.

Eine einfache Möglichkeit:
Setze dich hin und beschreibe deine Wunschkundin ganz intuitiv.
Das ist ein kreativer Prozess — nimm dir Zeit und visualisiere genau, wer vor deiner Kamera stehen soll.


5. Kund*innenumfrage durchführen

Wenn du bereits Kund*innen hast, nutze eine Umfrage, um:

  • Wünsche

  • Bedürfnisse

  • Budget

  • Herausforderungen

  • Werte

  • Entscheidungsprozesse

abzufragen.
Kostenlose Tools helfen dir dabei.
Anonyme Antworten erhöhen ehrliche Rückmeldungen und geben dir realistische Einblicke.

Teile die Umfrage per Mail oder Social Media.


6. Umfrage auf Instagram

Instagram liefert wertvolle Insights, z. B. über:

  • Altersgruppen

  • Interessen

  • Wünsche deiner Follower*innen

  • welche Inhalte am meisten Interaktion bekommen

Vergleiche diese Infos mit deiner Wunschkundin.
So erkennst du, ob du bereits die richtigen Menschen erreichst – oder ob du Anpassungen brauchst.


7. Google Analytics

Mit Google Analytics kannst du überprüfen:

  • Wer besucht deine Website?

  • Wie alt sind die Besucher*innen?

  • Woher kommen sie?

  • Wie lange bleiben sie auf einzelnen Seiten?

  • Welche Inhalte interessieren sie am meisten?

Diese Daten helfen dir, dein Marketing zielgerichteter auszurichten.


8. Personas erstellen: Erwecke deine Wunschkundin zum Leben

Nun wird’s kreativ: Erstelle eine Persona, also ein fiktives, aber realistisches Bild deiner absoluten Wunschkundin.

Fragen, die du beantworten kannst:

Äußeres & Lifestyle

  • Wie sieht sie aus?

  • Wie kleidet sie sich?

  • Welche Hobbys hat sie?

  • Ist sie tierlieb?

  • Reist sie gern?

  • Bewegt sie sich gern draußen oder drinnen?

Werte & Persönlichkeit

  • Welche Werte sind ihr wichtig?

  • Wie spricht sie?

  • Welche Serien schaut sie?

  • Was motiviert sie?

Bezug zu Fotografie

  • Wie fühlt sie sich vor der Kamera?

  • Wofür nutzt sie Fotos?

  • Wann sind ihr professionelle Fotos wichtig?

  • Was ist sie bereit zu investieren?

Ein Moodboard — digital oder analog — macht das Ganze besonders greifbar.

Und wichtig: Zielgruppen entwickeln sich weiter.
Überprüfe regelmäßig, ob deine Ausrichtung noch stimmig ist.


9. Fazit

Je genauer du deine Zielgruppe kennst, desto leichter wird dein Marketing.
Du sprichst Menschen an, die wirklich zu dir passen.

Wenn du mit deiner Wunschkundin dieselbe Sprache sprichst, entsteht ein magisches Match, das beide Seiten glücklich macht.

Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg bei deiner Zielgruppenanalyse.
Bis ganz bald
Deine Tine

FAQs: Häufige Fragen zur Zielgruppenanalyse für Fotografinnen

Weil sie dir hilft, gezielt Kund*innen anzusprechen, die zu dir passen – und dein Marketing effizienter zu gestalten.

Analysiere bestehende Kund*innen, nutze Instagram-Umfragen, Google Analytics und erstelle eine fiktive Wunschkundin anhand deiner Werte und Ziele.

Sie wollen „alle“ ansprechen
Sie beschreiben ihre Zielgruppe zu allgemein
Sie vermeiden psychografische Merkmale
Sie ignorieren ihre eigenen Werte & Grenzen

Die Zielgruppe ist eine breite Gruppe potenzieller Kund*innen.
Die Wunschkundin ist die ideale Person, die perfekt zu dir passt.

Mindestens einmal im Jahr – oder sobald sich dein Angebot, Stil oder Markt verändert.

Über Umfragen, persönliche Gespräche, Social Media Insights und Analyse von Bewertungen ähnlicher Angebote.

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